Bei Softwareprojekten reden wir gern über neue Funktionen. Suche, KI, Dashboards, schöne Oberflächen. Weniger spannend klingt die Funktion, die prüft, ob irgendwo etwas liegen geblieben ist.
Genau deshalb mag ich die Idee eines „Hausmeisters“.
Ein System altert auch ohne neue Funktionen
Dateien bleiben übrig. Ein Modul wird entfernt, aber ein Eintrag existiert noch. Ein Speicherpfad ändert sich. Ein Backup läuft zwar, wurde aber nie ernsthaft geprüft.
Solche Dinge sind einzeln klein. Zusammen machen sie ein System mit der Zeit unübersichtlich.
Pflege muss sichtbar sein
Ich möchte deshalb nicht nur Fehlerlogs sammeln. Ein Hausmeister-Modul soll Zustände prüfen, Auffälligkeiten melden und möglichst erklären, was sie bedeuten.
Nicht jede Warnung muss automatisch behoben werden. Mir ist wichtiger, dass ein sicherer nächster Schritt sichtbar ist.
Wartbarkeit ist keine Funktion, die man am Ende hinzufügt. Sie entscheidet, ob ein Projekt nach Jahren noch Freude macht.
Vielleicht ist der Hausmeister nie das Modul, das auf einem Screenshot am meisten Eindruck macht. Aber wahrscheinlich ist er eines der Module, über die man sich am meisten freut, wenn etwas nicht stimmt.